Corona Abstrichzentrum und Fieberambulanz jetzt in Wernau

Corona-Abstrichzentrum und Fieberambulanz jetzt in Wernau

Nach etwas mehr als einem Jahr am Standort in Nürtingen-Oberensingen ist das von den Maltesern betriebene Corona-Abstrichzentrum (CAZ) des Landkreises Esslingen nach Wernau umgezogen. Heute startete der Betrieb des Abstrichzentrums mitsamt der Fieberambulanz am Stadionweg in Wernau. Der Umzug war eine logistische Meisterleistung.

Am vergangenen Donnerstag wurden zuletzt Abstriche, mit denen mittels PCR-Test eine Infektion mit dem Coronavirus entdeckt werden kann, in Oberensingen abgenommen. Am Freitag begannen dann die Umzugsarbeiten: Das komplette Inventar musste verpackt und abtransportiert werden, die Container von der Strom- und Wasserversorgung sowie dem Abwasser getrennt und nach Wernau gebracht werden. Aus drei Einzelcontainern besteht die Abstrichstelle, hinzu kamen die Container der Fieberambulanz und der Sanitäranlagen, für die zuvor die Festplatzerweiterung in Wernau teilweise aufgeschottert werden musste, um dem Corona-Abstrichzentrum einen festen Stand zu geben. Des Weiteren waren im Vorfeld bereits Stromleitungen und Abwasserrohre verlegt worden, um einen reibungslosen Neustart des Abstrichzentrums am neuen Platz zu ermöglichen. Noch am Freitag wurden die Container per Tieflader transportiert und an den neuen Standort gebracht. Ein Elektrobetrieb und ein Sanitärunternehmen kümmerten sich anschließend um die Anschlüsse der Infrastruktur, während die Einsatzkräfte der Malteser die notwendigen Materialien – vom Druckerpapier bis zu den Abstrichsets – wieder einsatzbereit machten, ebenso wurde die elektronische Laboranbindung wieder hergestellt. Neben den hauptamtlichen Kräften der Corona-Dienste packten dabei auch die ehrenamtlichen Malteser-Gliederungen aus Kirchheim und Reutlingen mit an, bestätigt Steffen Schütze, Leiter der Corona-Dienste bei den Maltesern im Bezirk Neckar-Alb. Am Montagnachmittag waren alle Arbeiten erledigt, am heutigen Dienstag startete das Corona-Abstrichzentrum in Wernau pünktlich um 8 Uhr seinen Betrieb. Als ob es nie woanders gewesen wäre.

Zu finden ist das Corona-Abstrichzentrum des Landkreises Esslingen nun am Stadionweg, an der Ecke der Kirchheimer und Esslinger Straße in Wernau. Die Anfahrt erfolgt über die Bundesstraße 313, Ausfahrt Wernau in die Kirchheimer Straße, von dort in die Köngener Straße Richtung Freibad. Die Zufahrt zum CAZ ist ausgeschildert. Die Öffnungszeiten sind unverändert: Montag bis Freitag ist das Abstrichzentrum von 8 bis 17 Uhr geöffnet, Samstag und Sonntag wird das CAZ von 10 bis 17 Uhr betrieben. Ein weiteres Abstrichzentrum besteht auf dem Messegelände, Parkplatz P30, in Leinfelden-Echterdingen. Dieses wird von Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr betrieben. Bislang wurden am CAZ in Oberensingen in etwas mehr als einem Jahr Betriebszeit genau 64323 Abstriche genommen – ein wesentlicher Baustein in der Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Die Abstrichzentren (CAZ) arbeiten im sogenannten Drive-In-Verfahren. Die CAZ bieten Schutz für die medizinischen Einrichtungen wie Kliniken und Arztpraxen, da begründete Verdachtsfälle von ihnen ferngehalten werden. Sie entlasten die medizinischen Einrichtungen von den Abstrichen, die nur sehr aufwändig  mit Schutzkleidung entnommen werden können. Sie bieten Sicherheit für die Personen, die einen Abstrich vornehmen lassen dürfen, da sie sich in einem geschlossenen Auto während der Wartezeit und während des Abstrichs befinden und nicht wie in einer Arztpraxis oder in einem Krankenhaus mit anderen Personen in Kontakt kommen. Die CAZ sind zudem ressourcenschonend, da die Schutzbekleidung nicht ständig gewechselt werden muss. Sie sind zugleich schnell und effizient, weil die Abläufe optimiert und sehr unbürokratisch sind.

Zu den CAZ dürfen nur Einwohner aus dem Landkreis oder Personen, deren Hausarzt sich im Landkreis Esslingen befindet, fahren. Die Abstriche sind nur für den Personenkreis vorgesehen, der typische Symptome einer Corona-Infektion haben, zum Beispiel erhebliche Krankheitszeichen der Atemwege oder Fieber; oder sich in einem Reiserisikogebiet aufgehalten haben. Weiter sind sie vorgesehen für Personen, die unabhängig von einer Reise, einen persönlichen Kontakt zu einer infizierten Person hatten. Nach einer telefonischen Diagnose durch den Hausarzt, den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder das Gesundheitsamt wird bei begründeten Verdachtsfällen ein Code übermittelt, mit welchem die zu testenden Personen ans CAZ kommen können.


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