Erfolgreicher Eignungstest bei der Malteser Rettungshundestaffel Esslingen-Reutlingen

Foto: Malteser Neckar-Alb
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Neben den Maltesern aus den Landkreisen Esslingen und Reutlingen war eigens ein Team aus der Malteser-Rettungshundestaffel Jülich in Nordrhein-Westfalen angereist. Ulrike und Franjo Springob von den Maltesern Neckar-Enz waren als Bewerter nach Reutlingen gekommen. „Wir wollen heute sehen, wie Teilnehmer als Mensch-Hund-Teams zusammen funktionieren“, erklärt Franjo Springob gleich zu Beginn den doch etwas nervösen Teilnehmern. Was nicht verwundert – ist der Eignungstest doch wegweisend für die folgende Ausbildung zum Rettungshund und Rettungshundeführer. Wer hier scheitert, bekommt nur ausnahmsweise noch eine zweite Chance – sofern die Prüfer entsprechendes vermerken. „Wir haben hier aber auch – im Gegensatz zur Rettungshundeprüfung – einen großen Spielraum“, erklärt Bewerter Springob, Zugführer bei den Maltesern Neckar-Enz. „Es geht auch darum, den Teilnehmern Tipps für die weitere Ausbildung zu geben.“ Schließlich ist der Einstieg nur die erste Hürde. „Je nach Trainingsintensität und Talent von Mensch und Hund dauert es zwei bis vier Jahre, ehe es zur Rettungshundeprüfung geht“, weiß Springob.

Bei dem Eignungstest wird vor allem ein Augenmerk daraufgelegt, wie sich Mensch und Hund unter Stress verhalten. Das zeigt schon der erste Übungsblock. Hundeführer und Hund stehen in der Mitte, mehrere Personen verteilen sich im Kreis um das Team. Nach einer Kennenlernrunde, in welcher der Hund von den ihm fremden Personen gerufen wird, wird es erstmals knifflig: Die Personen bewegen sich allesamt auf Kommando auf das Mensch-Hund-Team zu: erst langsam, dann immer schneller. Für das Tier eine mitunter bedrohliche Situation – jetzt ist Gelassenheit wichtig. Die Aufgaben steigern sich: Später werden die Vierbeiner von ihren Haltern über verschiedene auf dem Boden liegende Gegenstände geführt, müssen unter einer Plane hindurchlaufen, die Geräusche von Motorsäge, laufendem Fahrzeugmotor und Hupe aushalten und dürfen sich auch von Feuer und Rauch nicht beeindrucken lassen.

Eine besonders schwierige Aufgabe: Der Hund muss sich von einer fremden Person tragen lassen. „Inge“ lässt sich an diesem Tag ganz entspannt tragen, während ihr Herrchen zurückbleibt. Herbert Bryniok, ihr Besitzer, ist dabei ganz entspannt. „Für mich ist das nicht der erste Eignungstest“, sagt der erfahrene Rettungshundeführer. „Aber diejenigen, die das zum ersten Mal machen, sind natürlich schon sehr nervös.“ Auf seine „Inge“ kann sich Bryniok jedenfalls verlassen. Nur an einer Station zeigt die Hündin Nerven: Dass sich ihr großer Besitzer in einer kleinen Hundehütte versteckt hat, passt bei der Such-Aufgabe offensichtlich nicht ins Weltbild der Hündin. Doch am Ende meistert „Inge“ auch diese Station.

„Ich bin mit dem Eignungstest zufrieden, alles lief reibungslos und alle Teams haben den Eignungstest bestanden“, freut sich Staffelleiterin Martina Lorenz von der Malteser-Rettungshundestaffel Esslingen-Reutlingen. Zugleich dankte Lorenz ihren Helfern aus der Staffel: „Ohne deren Hilfe ist so eine Prüfung nicht zu bewältigen.“ Die Malteser-Rettungshundestaffel wurde im Jahr 2007 gegründet und umfasst derzeit 13 aktive Hundeführer und einen Helfer ohne eigenes Tier. Ausgebildet werden die Rettungshunde als Flächensuchhunde sowie als sogenannte Mantrailer, die dem Geruch einer bestimmten Person folgen können. Im vergangenen Jahr wurde die Rettungshundestaffel zu 25 Einsätzen alarmiert. Wer Interesse an der Rettungshundestaffel hat, kann sich jederzeit an Staffelleiterin Martina Lorenz (martina.lorenz@malteser.org) wenden.