Erste Pop-Up-Impfaktion im Landkreis Esslingen: 251 Impfungen

Foto: Malteser Neckar-Alb
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Sich gegen das Corona-Virus impfen, ohne vorher einen Termin vereinbart zu haben? Mitten in der Stadt, für viele Menschen fußläufig erreichbar? Die Malteser Neckar-Alb machten das in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer und dem Landkreis Esslingen möglich: Am Samstag wurde eine Pop-Up-Impfstation in unmittelbarer Nähe zum Esslinger Hauptbahnhof eingerichtet. Exakt 251 Personen ließen sich diese Gelegenheit nicht nehmen und nahmen das Angebot an, sich mit einer Dosis Johnson and Johnson vollständig zu immunisieren. 

Ursprünglich war die Industrie- und Handelskammer mit dem Wunsch an die Malteser herangetreten, eine Impfaktion für die Mitarbeitenden des Einzelhandels zu ermöglichen – zu einer Uhrzeit außerhalb der klassischen Öffnungszeiten der Geschäfte. Schnell kam dann die Idee auf, eine solche Impfaktion auch für die Bevölkerung zu öffnen. „Wir sind jetzt in einer Phase, in der wir proaktiv auf die Menschen zugehen müssen, um die Impfkampagne gegen das Coronavirus voranzutreiben“, erklärt hierzu Malteser-Bezirksgeschäftsführer Marc Lippe. Derzeit seien an den Kreisimpfzentren im Landkreis Esslingen täglich freie Termine vorhanden – mit allen zugelassenen Vakzinen. „Manche Menschen tun sich aber schwer, die Terminvergabe über das Internet oder die Hotline in Angriff zu nehmen“, hat Lippe beobachtet. Gerade vor den Sommerferien sollte aber jede Gelegenheit genutzt werden, um die Bevölkerung zu immunisieren. Daher das niederschwellige Angebot mitten in der Stadt. Ein Angebot, das gut angenommen wurde. 

Insgesamt 251 Personen jeden Alters nahmen die Gelegenheit zur schützenden Spritze war. Sie nahmen dafür teilweise auch längere Wartezeiten in Kauf, zeitweise hatte sich eine lange Schlange der Wartenden gebildet. Die Malteser aktivierten daher weiteres Personal aus den Kreisimpfzentren und boten den Wartenden zudem am selben Tag freie Termine im Impfzentrum an, was ebenfalls von einigen Personen angenommen wurde. Zusätzlich verteilten die Malteser kostenloses Wasser an die Wartenden, die auch einige Zeit in der Sonne stehen mussten. „Wir haben alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um einen reibungslosen Ablauf zu erreichen“, betonte Malteser-Geschäftsführer Marc Lippe. Wartezeiten seien bei einer Impfaktion ohne vorherige Terminierung aber nicht zu vermeiden – schließlich musste auch die ärztliche Beratung vor der Impfung ausführlich durchgeführt werden. Vier Ärzte waren hier im Einsatz. Insgesamt arbeiteten 15 hauptamtliche Mitarbeiter der Malteser aus den Impfzentren und zehn ehrenamtliche Helfer aus den Ortsgliederungen Kirchheim und Aichtal Hand in Hand, um die Impfaktion auf die Beine zu stellen. 

Ab 7.30 Uhr wurde in den Zelten, die auch die nötige Diskretion bei den Arztgesprächen ermöglichten, am Bahnhofsvorplatz informiert und geimpft. Ab 9 Uhr war die Impfstation dann für Jedermann geöffnet, ehe um 15 Uhr der Abbau begann. Während der Öffnungszeit der Impfstation hatten die Malteser jederzeit zu tun, viele Bürger nutzten die Gelegenheit, sich mit dem Vakzin von Johnson and Johnson per einmaliger Spritze vollständig zu immunisieren. „Wir haben diesen Impfstoff gezielt für diese Aktion ausgesucht, um den Impfwilligen keine Zweittermine mitgeben zu müssen“, erläuterte Lippe das Konzept. Die engagierten Einsatzkräfte der Malteser umschiffen dabei so manche Hürde: Ein Impfwilliger bekam die notwendige Hilfe, nachdem er erklärt hatte, weder Lesen noch Schreiben zu können. Auch englischsprachige Personen wurden adäquat betreut und einem Diabetiker die Angst vor der Impfung genommen. Mitunter waren es auch Angehörige, die spontan ihre Familienmitglieder von der Impfaktion überzeugten – diese Menschen hätte man ohne die spontane Impfgelegenheit in der Stadtmitte wohl nur schwer erreicht.  

„Die Impfaktion war ein voller Erfolg, den wir gerne in den anderen Kreisstädten fortsetzen würden“, bilanzierte Malteser-Geschäftsführer Marc Lippe abschließend. Angedacht sind bereits weitere Impfaktionen in Kirchheim und Nürtingen. Denn im Kampf gegen die Corona-Pandemie zählt jede einzelne Impfung, die zugleich den Geimpften mit großer Wahrscheinlichkeit vor einem schweren Krankheitsverlauf schützt – und die Mitmenschen, die sich selbst nicht impfen lassen können. „Wir brauchen vor den Sommerferien eine möglichst effektive Impfkampagne, da heißt es wirklich dranbleiben“, betonte auch Peter Freitag, Gesundheitsdezernent des Landkreises Esslingen, der sich vor Ort ein Bild der Pop-Up-Impfstation machte und das Pilotprojekt der Malteser lobte.


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