Flüchtlinge aus der Ukraine: Malteser stehen bereit

Hilfstransport mit Feldküchen und medizinischem Material für die Ukraine wird in Trier beladen. Foto: Melanie Pätzold/Malteser
In der Stadt Ivano-Frankivsk bauen die Malteser Ukraine Zelte für Geflüchtete auf. Fotos: Malteser Ukraine
In der Stadt Ivano-Frankivsk bauen die Malteser Ukraine Zelte für Geflüchtete auf. Fotos: Malteser Ukraine
In der Stadt Ivano-Frankivsk bauen die Malteser Ukraine Zelte für Geflüchtete auf. Fotos: Malteser Ukraine
Ukrainische Malteser versorgen Flüchtlinge mit Wasser und Lebensmittel in Jaworiv. Foto: Malteser Ukraine

Unter anderem wurden Feldküchen an die polnische Grenze geliefert und den ukrainischen Maltesern übergeben, wo sie nun helfen, die ankommenden Menschen zu versorgen. Auch in Polen und den anderen westlichen Nachbarländern der Ukraine sind die Malteser bereits im Einsatz. Ukrainische Flüchtlinge werden in absehbarer Zeit aber auch die Region erreichen. Die Malteser im Bezirk Neckar-Alb stehen für die Flüchtlingshilfe bereit. „Wir sichern Ihnen in dieser Krise unsere volle Unterstützung zu“, erklärte Malteser-Bezirksgeschäftsführer Marc Lippe in einem Schreiben an Reutlingens Landrat Dr. Ulrich Fiedler.

„Die aktuellen Ereignisse in der Ukraine sind sehr besorgniserregend“, erklärt Lippe und ergänzt: „Der zu erwartende Flüchtlingsstrom stellt unsere Region sicher erneut vor enorme Herausforderungen. Die ankommenden Menschen müssen untergebracht, medizinisch versorgt und sozial betreut werden.“ Hier haben sich die Malteser in der Vergangenheit bereits bewährt und zahlreiche Erfahrungen gesammelt. In der Flüchtlingskrise 2015 etwa betreuten die Malteser im Auftrag des Landkreises Esslingen rund 2500 Menschen auf der Landesmesse, wo der Malteser Hilfsdienst in den Messehallen eine provisorische Unterkunft auf die Beine gestellt hatte und auch die Versorgung der Geflüchteten übernahm.

„Auch haben wir in den Jahren 2016 und 2017 die medizinische Betreuung der Geflüchteten mit unserer mobilen Arztpraxis im Landkreis Esslingen sichergestellt. In der Sozialbetreuung sind wir seit 2015 aktiv, aktuell betreuen wir im Rahmen des Integrationsmanagements in elf Kommunen Geflüchtete, in einer Kommune haben wir auch die Flüchtlingskoordination inne“, ergänzt Lippe. Diese Expertise steht nun auch bereit, um Flüchtlinge aus der Ukraine adäquat zu betreuen. „Wir stehen mit unseren haupt- und ehrenamtlichen Kräften bereit“, so der Bezirksgeschäftsführer.

Zugleich rufen die Malteser auf, für die Flüchtlinge und die Menschen in der Ukraine zu spenden. Unter dem Stichwort „Ukraine-Hilfe“ kann an den Malteser Hilfsdienst gespendet werden: IBAN: DE10 3706 0120 1201 2000 12. Und unter der Rufnummer 0800-5892799-4 haben die Malteser zudem eine eigene Info-Hotline rund um die Ukraine-Hilfen gestartet. Wer sich in der Region, gerade auch in der Flüchtlingshilfe, engagieren möchte, findet alle Informationen und Ansprechpartner unter www.malteser-neckar-alb.de. Im Landkreis Reutlingen gibt es zudem die ehrenamtlichen Ortsgliederungen in Walddorfhäslach und Reutlingen, die im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz tätig sind und nun ebenfalls bereitstehen, um in der Flüchtlingskrise zu helfen. Wer sich ehrenamtlich engagieren möchte, ist in den Ortsgliederungen jederzeit willkommen und findet ebenfalls unter www.malteser-neckar-alb oder www.malteser-reutlingen.de die richtigen Ansprechpartner.

„Die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ist derzeit enorm. Uns erreichen viele Anfragen“, erklärt Malteser-Bezirksgeschäftsführer Marc Lippe. Von Sachspenden bitten die Malteser derzeit allerdings abzusehen. „Viele Lager sind bereits gefühlt, daher sind Geldspenden derzeit sinnvoller, auch weil die Helfer vor Ort am besten wissen, was noch benötigt wird“, sagt Lippe. Sollten entsprechende Bedarfe festgestellt werden, wird dies durch die Malteser kurzfristig kommuniziert werden.


Für weitere Informationen steht Ihnen unsere Pressestelle zur Verfügung.